Steuergestaltung mit Goldgeschäften

Steuergestaltung mit Goldgeschäften

Dem Fiskus ein Schnippchen schlagen

 

Eine interessante Möglichkeit mit Goldgeschäften dem Fiskus ein Schnippchen zu schlagen, wurde aufgrund der fehlenden Einigung zwischen Bundesrat und Bundestag zum Jahressteuergesetz 2013 noch nicht abgeschafft.

Und so funktioniert die Gestaltung: In einem Staat mit entsprechendem Doppelbesteuerungsabkommen wird eine Personengesellschaft gegründet. Diese Gesellschaft erwirbt gegen Jahresende Gold, um es im Folgejahr wieder zu verkaufen. Die Anschaffungskosten für das Gold werden als Betriebsausgaben im Zeitpunkt der Bezahlung deklariert. Aufgrund  fehlender Einnahmen entsteht im ersten Jahr zunächst ein Verlust. In der deutschen Steuererklärung kann zwar nicht dieser ausländische Verlust mit inländischen Gewinnen verrechnet werden. Aber über den sogenannten negativen Progressionsvorbehalt reduziert sich der in Deutschland anzuwendende Steuersatz.

Wird nun im Folgejahr das Gold verkauft und es entsteht ein Gewinn, ist auch dieser Gewinn laut Doppelbesteuerungsabkommen nicht in Deutschland steuerpflichtig, lediglich der Steuersatz wird erhöht. Das „stört“  dann nicht, wenn aufgrund anderer hoher (inländischen) Einkünfte sowieso der  Spitzensteuersatz gezahlt werden muss.

Dazu folgendes Beispiel: Ein Nicht-Steuerzahler mit einem Jahreseinkommen von einer Million EUR, der 2012 für eine Million EUR Gold gekauft und das Edelmetall 2013 für eine Million EUR verkauft hat, kann mit dieser Gestaltung seine Steuerlast um rund 420.000 EUR drücken. Hier werden aus dem Goldan- und -verkauf weder Gewinne noch Verluste realisiert.

Strittig ist inzwischen, ob diese  Gestaltung derzeit noch durchgeführt werden kann, denn genau dies will der Gesetzgeber im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2013 unterbinden. Durch den Beschluss des Jahressteuergesetzes im Bundestag am 25. Oktober 2012 wird die Finanzverwaltung wahrscheinlich ab diesem Zeitpunkt  die Gestaltung nicht mehr anerkennen wollen. Ob dies wiederum wegen der fehlenden Zustimmung des Bundesrates zu einem zustimmungspflichtigen Gesetz rechtens ist, oder ob eine unzulässige Rückwirkung vorliegt, wird die Gerichte wohl lange beschäftigen.

(Stand: 11.01.2013)

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